So wird die Pizza mit Burrata besonders cremig und aromatisch
- Burrata erst nach dem Backen auf die heiße Pizza geben, damit die Füllung cremig bleibt.
- Für zwei Pizzen mit 30 bis 32 cm Durchmesser reichen 250 °C und etwa 10 bis 14 Minuten im Haushaltsbackofen.
- Eine dünne Schicht Tomatensauce und wenige Beläge lassen den feinen Geschmack des Käses besser zur Geltung kommen.
- Fior di latte kann mitgebacken werden, während Burrata, Rucola und Prosciutto erst danach auf den Teig kommen.
- Am besten schmeckt die Pizza sofort nach dem Belegen, wenn der Boden noch knusprig und die Burrata nicht vollständig verlaufen ist.
Pizza Burrata gelingt mit dem richtigen Käse-Moment
Burrata ist keine gewöhnliche Mozzarella. Außen besteht sie aus einem festen Mozzarella-Mantel, innen aus Stracciatella und Sahne. Genau diese cremige Füllung macht den Reiz aus, verträgt aber keine lange Hitze. Ich gebe sie deshalb grundsätzlich erst nach dem Backen auf die Pizza.
Vor dem Backen braucht die Pizza eine stabile Basis. Dazu gehören eine dünne Tomatensauce, etwas Fior di latte oder Mozzarella zum Schmelzen und ein Teig mit gut ausgebackenem Rand. Die Burrata kommt danach in Stücken darauf und verbindet sich durch die Restwärme mit der Sauce, ohne trocken zu werden.
Für eine Pizza mit 30 bis 32 cm Durchmesser genügt meist eine Burrata von 100 bis 125 Gramm. Eine größere Kugel wirkt zwar eindrucksvoll, kann den Boden aber schnell mit Flüssigkeit überladen.
Die besten Zutaten für ein ausgewogenes Ergebnis
Ich halte den Belag bewusst übersichtlich. Burrata bringt bereits Fett, Milde und Cremigkeit mit, deshalb braucht sie keine zehn weiteren Zutaten. Besonders zuverlässig funktioniert diese Kombination für zwei Pizzen:
| Zutat | Menge für 2 Pizzen | Rolle auf der Pizza |
|---|---|---|
| Weizenmehl Type 00 oder Type 550 | 500 g | Grundlage für einen elastischen Teig |
| Wasser | 325 ml | Sorgt für einen luftigen, gut dehnbaren Teig |
| Salz | 12 g | Verstärkt Geschmack und Teigstruktur |
| Trockenhefe | 2 g | Für eine langsame, aromatische Gare |
| Passierte Tomaten | 240 g | Saftige, aber nicht zu schwere Basis |
| Burrata | 2 Kugeln à 100 bis 125 g | Cremiger Belag nach dem Backen |
| Fior di latte | 150 g | Schmelzender Käse für die Backphase |
Bei der Sauce reichen passierte Tomaten, Salz und ein wenig Olivenöl. Knoblauch, Oregano oder Basilikum passen ebenfalls, sollten aber sparsam dosiert werden. Ich finde, dass gute Tomaten und ein kräftiges Olivenöl mehr bewirken als eine stark gewürzte Sauce.
Die Burrata sollte vor dem Belegen etwa 20 bis 30 Minuten temperieren. Direkt aus dem Kühlschrank ist sie sehr fest und gibt ihr Aroma schlechter frei. Vor dem Öffnen lasse ich sie gut abtropfen, damit kein zusätzliches Wasser auf den Boden gelangt.
Mein Rezept für eine cremige Burrata-Pizza
Teig vorbereiten
Mehl und Hefe mische ich zunächst miteinander. Danach gieße ich das Wasser langsam dazu und arbeite das Salz ein. Der Teig wird etwa 8 bis 10 Minuten geknetet, bis er glatt und elastisch ist.
Anschließend decke ich ihn ab und lasse ihn 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen. Danach teile ich ihn in zwei Kugeln und stelle sie für 12 bis 24 Stunden in den Kühlschrank. Diese lange, kalte Gare verbessert das Aroma und macht den Teig bekömmlicher in der Verarbeitung.
Pizza formen und belegen
- Den Teig mindestens 60 Minuten vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen.
- Den Backofen mit Pizzastein oder Stahl auf mindestens 250 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Der Stein sollte mindestens 30 bis 45 Minuten aufheizen.
- Eine Teigkugel mit den Fingerspitzen von der Mitte nach außen drücken. Den Rand nicht plattdrücken, damit er luftig bleibt.
- Etwa 120 g Tomatensauce dünn verteilen und mit etwas Fior di latte belegen.
- Die Pizza je nach Ofen 10 bis 14 Minuten backen, bis der Rand gebräunt und der Boden fest ist.
- Die heiße Pizza herausnehmen, Burrata zupfen und locker darauf verteilen.
- Mit Olivenöl, schwarzem Pfeffer und frischem Basilikum abschließen.
Die exakte Backzeit hängt stark vom Ofen ab. Bei einem leistungsfähigen Pizzaofen mit 400 bis 450 °C kann die Pizza bereits nach 2 bis 5 Minuten fertig sein. Im Haushaltsbackofen zählt dagegen vor allem ein vollständig aufgeheizter Stein, weil er dem Boden den entscheidenden direkten Hitzeschub gibt.
Diese Beläge passen besonders gut zur Burrata
Die klassische Variante mit Tomate und Basilikum ist nicht langweilig, sondern zeigt die Stärke des Käses am klarsten. Für mich ist sie die beste Ausgangsbasis, wenn die Burrata hochwertig und besonders cremig ist.Prosciutto und Rucola
Nach dem Backen kommen dünn geschnittener Prosciutto, Rucola und etwas Zitronenschale auf die Pizza. Der salzige Schinken und die leicht bitteren Blätter bringen Struktur in den milden Käse. Ich verwende davon lieber 60 bis 80 g Schinken als eine zu große Menge, damit die Pizza nicht überladen wirkt.
Pesto und Kirschtomaten
Ein Teelöffel grünes Pesto nach dem Backen reicht oft aus. Dazu passen halbierte Kirschtomaten, geröstete Pinienkerne und ein paar Tropfen Olivenöl. Das Pesto sollte nicht mit der Tomatensauce vermischt werden, weil die klaren Kräuteraromen sonst schnell untergehen.
Gegrilltes Gemüse
Zucchini, Aubergine oder Paprika bringen Röstaromen und machen die Pizza vegetarisch gehaltvoll. Das Gemüse sollte vorab gegart und gut abgetropft sein. Rohes, wasserreiches Gemüse würde den Teig unnötig durchweichen.Lesen Sie auch: Pizzateig Temperatur - Der Schlüssel zu luftigem Rand und Boden
Trüffel und Pilze
Gebratene Pilze passen gut zu Burrata, besonders mit Thymian und wenig Knoblauch. Trüffelöl würde ich vorsichtig einsetzen, höchstens ein bis zwei Tropfen pro Pizza. Zu viel davon überdeckt die feine Milchsäure und lässt den Belag schnell künstlich wirken.
Die häufigsten Fehler bei der Zubereitung
Der größte Fehler ist, die Burrata von Anfang an mitzubacken. Sie verliert dabei ihre cremige Füllung, kann wässrig werden und hinterlässt oft eine schwere, fettige Oberfläche. Für eine warme Käsenote ist Fior di latte die bessere Wahl.
Auch zu viel Sauce schadet. Auf einen Teigfladen mit 30 cm Durchmesser reichen ungefähr 100 bis 120 g. Die Sauce sollte den Teig benetzen, aber nicht wie eine dicke Schicht darauf liegen.
Ein weiterer Klassiker ist ein zu kalter oder zu nasser Belag. Mozzarella und Burrata sollten abtropfen, Gemüse muss vorgegart sein und frische Tomaten gehören eher sparsam auf den Teig. Sonst bleibt die Mitte weich, während der Rand bereits dunkel wird.
Wenn du keinen Pizzastein besitzt, funktioniert ein umgedrehtes, im Ofen mit aufgeheiztes Backblech. Der Boden wird meist etwas weniger kross, aber mit maximaler Temperatur und kurzer Backzeit gelingt trotzdem eine überzeugende Pizza.
Mein Maßstab für eine wirklich gute Burrata-Pizza
Eine gelungene Variante hat einen festen, leicht gebräunten Boden, einen luftigen Rand und eine cremige Burrata, die sich beim Anschneiden langsam verteilt. Mehr Belag macht sie nicht automatisch besser. Entscheidend sind Temperatur, Flüssigkeitsmenge und der richtige Zeitpunkt für den Käse.
Ich serviere sie direkt nach dem Belegen und schneide sie nicht zu früh in viele Stücke. So bleibt die Mitte stabil, der Rand knusprig und die Burrata frisch. Genau diese einfache Kombination aus heißem Teig und kühler, cremiger Käsefüllung macht den besonderen Reiz aus.